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„Meine Olympia-Medaille bekommt einen Ehrenplatz!“

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Justus Strelow hat bei den Olympischen Spielen in Italien Bronze mit der deutschen Mixed Staffel gewonnen. Als langjähriger Sponsoring-Partner gratuliert Robotron seinem Athleten! In unserem Interview zieht er eine ganz persönliche Bilanz.

Justus, zunächst einmal ganz herzlichen Glückwunsch zu deiner Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen in Italien! Surfst du noch auf einer Euphorie-Welle?

“Die Euphorie direkt nach dem Rennen in Antholz war schon etwas Besonderes. Das Schöne war ja auch, dass ich die Medaille in der Mixed Staffel gewonnen habe. Und in einem solchen Mannschaftswettbewerb kann man direkt im Ziel gemeinsam mit seinen Staffel-Kollegen feiern, sich in den Armen liegen und als Team jubeln.”

Du hast zum ersten Mal an Olympischen Spielen teilgenommen. War diese Erfahrung tatsächlich etwas Spezielles?

“Vorher war ich überzeugt, dass es ähnlich zugeht wie bei normalen Weltcup-Rennen. Die Strecke in Antholz kenne ich ja bereits seit Jahren. Und was sollte jetzt schon groß anders sein? Also kein Grund für das berühmte Gedankenkarussell. Und selbst am ersten Wettkampftag hatte ich meinen Kopf gut im Griff. Allerdings hat mir mein Körper Signale gesendet: Schon morgens hatte ich ein flaues Gefühl und leichte Migräne. Ich konnte nicht einmal richtig frühstücken. Dieses Gefühl zog sich dann durch den ganzen Tag. Mein Unterbewusstsein wusste also durchaus Bescheid, was auf dem Programm stand.”

Wie war die Stimmung in Antholz? War dort mehr Publikum als beim Weltcup oder fühlte es sich auf der Strecke irgendwie anders an?

"Die Atmosphäre zum Weltcup in Antholz ist schon immer etwas ganz besonderes und auch nicht wirklich zu toppen, da waren die olympischen Wettkämpfe aber auch keine Ausnahme. Die Stimmung war wie gewohnt grandios und wir hatten Fantechnisch sicherlich mit Abstand die besten Wettkämpfe. Das hat, wie immer in Antholz, richtig Spaß gemacht!"

Hält deine Euphorie nach dem größten Triumph deiner bisherigen Karriere bis heute an?

“Das hat mich selbst ein bisschen überrascht. Das ganze Sportlerleben habe ich auf diesen Höhepunkt hingearbeitet und davon geträumt. Und der Gewinn der Olympiamedaille gleich zu Beginn der Spiele hat tatsächlich ein großes Glücksgefühl in mir ausgelöst. Ich bin geschwebt und muss sagen: Eine Bronzemedaille fühlt sich schon gut an (lacht). Allerdings ist man als Athlet dann trotz alledem schnell wieder in seinem Wettkampf-Modus. Es standen bei Olympia ja noch weitere Rennen für mich an und meine aktuelle Stimmung war dann schnell wieder von den Ergebnissen der nächsten Wettkämpfe bestimmt.”

Bekommt denn deine Medaille einen Ehrenplatz?

“Ich sehe meine Olympia-Medaille auch als Belohnung für mein ganzes Team. Für die Unterstützung der Trainer, Physiotherapeuten, Techniker, meiner Familie. Genauso bin ich für Eure Unterstützung und den Rückhalt von Robotron äußerst dankbar. Aber um die Frage konkret zu beantworten: Ja, die Medaille bekommt ganz sicher einen schön sichtbaren Platz.”

War das Tiramisu im Olympischen Dorf wirklich so gut, wie viele Athleten während der Spiele berichteten?

"Wir waren ja nicht im olympischen Dorf, sondern haben wie alle Biathleten im Antholzer Tal geschlafen. Wir teilten uns das Quartier mit der Tschechischen Mannschaft und hatten pro Nation je zwei eigenen Köche dabei, die beide Mannschaften versorgt haben. Da gab's allerdings auch mal Tiramisu und das war sicher mindestens genauso gut wie das im olympischen Dorf."

Wie war generell die Stimmung im Deutschen Team? Kommt man während der Olympischen Spiele auch viel mit Athleten aus anderen Disziplinen und Nationen ins Gespräch oder muss man eher fokussiert in der eigenen Bubble bleiben?

“Wir waren schon sehr in unserer Bubble. Schon allein aufgrund der räumlichen Trennung und dass die nächsten anderen Sportarten mindestens 1,5h von uns entfernt waren, hat sämtlichen Kontakt zu anderen Sportarten unterbunden. Hinzu kommt ein recht voller Rennkalender, der wenig Luft für größere Ausflüge lässt, daher haben wir auch keine anderen Wettkämpfe besucht. Trotzdem war die Stimmung in unserem Team gut und wir haben bis zum letzten Rennen alles gegeben, auch wenn es leider nicht mit einer weiteren Medaille geklappt hat.”

Wo wir grad beim Thema sind: Konntest du deine Medaille eigentlich selbst wieder reparieren? Die war ja (wie bei einigen anderen Athleten) beim Feiern auseinandergefallen.

“Ja, das war kein Problem! Da hatte sich nur der Stift, mit dem das Band an der Medaille befestigt war, gelöst. Aber der ließ sich ohne Probleme wieder einsetzen. Hüpfen sollte man mit der Medaille um den Hals allerdings nicht, dann liegt sie wieder unten.”

Wie geht es nach Abschluss von Olympia nun sportlich für dich weiter?

“Ich trainiere jetzt eine Woche in der Heimat und bereite mich dort auf das abschließende dritte Trimester im Weltcup vor. Es stehen ja noch Wettkämpfe in Finnland, Estland und Norwegen an. Die Saison ist also noch lange nicht vorüber und ich verspüre noch eine Menge Ehrgeiz in mir. Bitte drückt mir also gerne auch weiterhin die Daumen!”

Das werden wir tun. Wir wünschen dir viel Erfolg bei den nächsten Weltcups und danken dir für das Gespräch!

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